Bahnübergang in Salzhausen wird modernisiert
Der Bahnübergang in der Salzhäuser Bahnhofsstraße (L 216) der OHE-Strecke Winsen (Luhe) – Hützel (“Luhebahn”) wird modernisiert. Momentan verrichtet an dieser Stelle eine Blinklichtanlage ohne Schranken ihren Dienst. Das Planfeststellungsverfahren für die Modernisierung ist bereits abgeschlossen. Die Planunterlagen können bis zum 23. Januar bei der Samtgemeinde Salzhausen oder online eingesehen werden. Bis zum 23.02.2012 kann beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg gegen das Vorhaben geklagt werden.
Die Anlage ist alt aber funktionstüchtig, wie dieses Bild mit dem Heide-Express von Dezemer 2011 belegt. Bei dem hohen Verkehrsaufkommen ist eine Modernisierung zur Erhöhung der Sicherheit sinnvoll.
Lüneburger Kasernengleisanschluss für zivile Nutzung? / Containerumschlag im Lüneburger Hafen
In einem heute veröffentlichten Interview der Landeszeitung mit Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge äußert er sich zur Truppenreduzierung der Theodor-Körner-Kaserne und der Nutzung der frei werdenden Flächen und Gebäuden:
Mädge: “Ich schätze, dass 40 bis 50 Prozent der Kasernenflächen frei werden, dort mit Arealen der Stadt und des Landes eine Gewerbefläche von 60 Hektar entstehen kann – mit Gleisanschluss. Dort können wir unabhängig von der Trasse für die Autobahn planen, und wir haben eine Erschließung. Wir brauchen hier die schnelle Freigabe durch den Bund und wollen 2012 mit der Bauleitplanung starten.”
Die Theodor-Körner-Kaserne verfügt bereits über einen Gleisanschluss, von dem auch die Hafenbahn abzweigt. Im Meisterweg mündet der Anschluss in die Bahnstrecke Lüneburg-Bleckede. Bleibt zu hoffen, dass die geplante Nutzung des Militärgleisanschlusses auch tatsächlich umgesetzt wird.
Das Hafengleis zweigt nach links vom Anschluss der Theodor-Körner-Kaserne ab,
Außerdem soll der Lüneburger Hafen nach aktuellen Plänen dem Containerumschlag dienen, um den Hamburger Hafen zu entlasten.
Mädge: “Lüneburg hat mit dem Kanal, dem Gleis und der Autobahn drei vorzeigbare Verkehrswege ins Hinterland. Diesen Vorteil müssen wir nutzen. Ohne Frage ist das Unterfangen mit Risiko behaftet. Wir planen, erst den Kai so auszubauen, dass der für das Container-Umladen geeignet ist. (…) Die Container müssten im Grunde vom Schiff über die Autobahn per LKW nach Lüneburg kommen und von hier dann per Bahn und Schiff weiter ins Land befördert werden. Dafür müssen wir die Infrastruktur schaffen. Im Gewerbegebiet Lüneburg Süd (Anm.: Gebirgsbahn, Bahnhof Melbeck-Embsen) möchte zum Beispiel ein Unternehmen Windräder recyceln, dafür muss der Gleisanschluss ausgebaut werden.”
Ob eine Konkurrenz zum geplanten Containerterminal in Soltau entstehen oder ob es sogar Synergiepotenzial geben könnte, geht aus dem Gespräch nicht hervor.
Ertüchtigung des Streckenabschnittes Lüneburg Süd – Melbeck-Embsen?
Aktuell ist angedacht, die Bahnstrecke Lüneburg-Soltau vom Bahnhof Lüneburg Süd bis Melbeck-Embsen zu ertüchtigen, um das dortige Industriegebiet nachhaltig per Schiene zu erschließen, da die sogenannte Gebirgsbahn von Lüneburg bis Hützel mittelfristig stillgelegt werden soll. Der Erhalt des Teilstückes Lüneburg Süd – Melbeck-Embsen erfordert Investitionen von ca. einer Million Euro. Initiator dieses Projektes ist die Hafen Lüneburg GmbH. Landrat Manfred Nahrstedt (SPD) möchte zwecks Realisierung dieses Vorhabens mit der Hafen GmbH verhandeln. Der Stadt stände, laut Stadtsprecherin Suzanne Moenck, diesem Projekt ebenfalls positiv gegenüber.
Bis hier würde die Gebirgsbahn ertüchtigt werden.
Außerdem wird darüber nachgedacht, sämtliche Industriegleise unter die Obhut der Hafen Lüneburg GmbH zu stellen. Das betrifft die Lüneburger Industriebahn, deren Eigentümer die Stadt Lüneburg ist, welche ebenfalls die Verwaltung übernimmt.
Quelle: Hamburger Abendblatt



