Die Geestrandbahn (Bleckeder Kleinbahn) zw. Lüneburg und Bleckede

Die Geestrandbahn

Die Bahnstrecke Lüneburg-Bleckede in Normalspur wurde 1919 als Ersatz für die ähnlich trassierte und 1904 eröffnete Schmalspurstrecke (750 mm) in Betrieb genommen. 1977 wurde der Personenverkehr eingestellt – sie war gemeinsam mit dem Abschnitt Lüneburg Süd – Schwindebeck die letzte OHE-Strecke mit planmäßigem Personenverkehr. 2007 wurde auch der Güterverkehr eingestellt. Seitdem gibt es nur noch Überführungsfahrten zum und vom Eisenbahnausbesserungswerk Bleckede sowie Museumsfahrten des Heide-Express (neu für diese Strecke: Heide-Elbe-Express), dessen Betreiber, die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsfreunde Lüneburg, die Bleckeder Kleinbahn GmbH gegründet und die Strecke von der OHE gepachtet hat. Nach Abschluss der Instandsetzungsarbeiten sind für 2012 wieder Fahrten geplant. Auch Überführungen zum EAW werden dann wieder möglich sein. Weitere Infos zur Strecke findet ihr in den Bilderbeschreibungen. Infos zu den Museumsfahrten unter http://www.heide-express.de

bleck01Das Bahnsteiggleis des OHE-Bahnhofes Lüneburg Nord. Seit 1960 ist hier jedoch niemand mehr ein- oder ausgestiegen. Wegen der recht großen Entfernung zum DB-Bahnhof fuhren die Bleckeder Züge vom Hauptbahnhof ab. So konnte den Fahrgästen ein mehrminütiger Fußmarsch von einem zum anderen Bahnhof erspart werden.

bleck01Die Gleise werden heutzutage zum Abstellen von Loks und Wagen verwendet.

bleck01Das Bahnhofsgebäude des Lüneburger Nordbahnhofes von der Bahnsteigseite. Es beherbergte damals eine Gaststätte, die es jedoch längst nicht mehr gibt.

bleck01Blick von der anderen Seite. Im Vordergrund ist das Gleis der Bahnstrecke Lüneburg-Lübeck zu sehen. Seit der Schließung des Bahnhofes LG Nord fuhren hier auch die Bleckeder Züge zum DB-Bahnhof

bleck01Hier werden Metronom-Züge abgestellt und gereinigt.

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Es folgt der zweigleisige Bahnübergang Meisterweg.

bleck01Links sind noch deutliche Spuren des nicht mehr vorhandenen Anschlusses der ehemaligen Standortverwaltung zu sehen, rechts geht es zum Lüneburger Bahnhof.

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Auf dem Gelände der Standortverwaltung sind noch Spuren des Gleisanschlusses zu finden, wie an diesem Schuppen.

bleck01Blick in Richtung Bleckede. Der Anschluss der Standortverwaltung befindet sich rechts unter hohem Gras.

bleck01Selbe Perspektive mit mehr Zoom: Links geht es nach Bleckede. Die Strecke ist zum Aufnahmezeitpunkt gesperrt, wird aber ertüchtigt, um bald wieder befahren werden zu können. Rechts geht es zur Lüneburger Hafenbahn und der Theodor-Körner-Kaserne.

bleck01 Anschließend geht es unter der B4 hindurch. Blick Richtung Lüneburg.

bleck01Selbe Perspektive ohne Zoom.

bleck01Richtung Bleckede geht es weiter in den Wald hinein.

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Hier erreichen wir den Bahnhof Erbstorf-Ziegelei. Mit der Ziegelei verschwand auch deren Gleisanschluss. Geblieben ist der Name und ein Ladegleis.

bleck01Dieselbe Stelle mit Blick nach Bleckede. Das Gleis macht einen Bogen…

bleck01… und kommt ein paar hundert Meter weiter an diesem BÜ in der Grünberger Straße an. Vor dem ersten Baum rechts neben dem Gleis sieht man das Überwachungssignal für den Bahnübergang Erbstorf-Ziegelei.

bleck01An dieser Stelle ist die Strecke noch ca. 250 Meter von der Straße entfernt.

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Richtung Bleckede.

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6 Antworten “Die Geestrandbahn”

  1. HHK sagt:

    Tolle Dokumentation, der Vorstand ist froh,solche engagierten Mitglieder zu haben, die den Zustand, jetzt im Oktober 2010 hervorragend dokumentieren.
    stellv. Vorsitzender AVL e.V. Weiter so, Daniel!

  2. martinl sagt:

    Hallo,

    sehr interessante Informationen und Bilder, da macht das Stöbern richtig Spaß.

    Meiner Erinnerung nach fand der Dammbruch aber nicht an der genannten Unterführung bei Streckenkilometer 6 sondern knapp 2km weiter südlich an der Unterführung „Nutzfelder Weg“ statt. Das ist eine reine Straßenunterführung. Das Wasser unterspülte dann die Bahnstrecke ziemlich genau zwischen Erbstorf und Ebenberg in Höhe der kleinen Siedlung bei der Grünberger Straße und breitete sich weiter bis zum damaligen „Lüner Kreisel“ aus, der heute der Auffahrt B4 / B209 gewichen ist. Die Gleise hingen teilweise frei in der Luft, da der Damm unter ihnen weggespült wurde.

  3. Holzklotz sagt:

    Hallo,

    vielen Dank für den Hinweis. Auf historischen Bildern sah es so aus, als sei es die Unterführung bei Kilometer 6 gewesen. Ich werde das noch genauer recherchieren.

  4. Karsten sagt:

    Kanalbruch.
    Martini hat recht.
    Ich war damals direkt an der Bruchstelle.
    Das war bei der kleinen Straßenunterführung „Nutzfelder Weg“.
    Die Unterführung selber war Intakt geblieben.
    Undicht war sozusagen die Nahtstelle von der Unterführung zum nordwestlichen Damm.
    In der Folge hat das Wasser den Kanal neben der nördlichen Seite der Unterführung sozusagen quer durchgespült.
    Da hatte sich dann ein ca 3m tiefer Waserfall über die ganze Breite des Kanales gebildet, der mich an den Rheinfall bei Schaffhausen erinnerte.
    Neben der Bleckeder Bahn war etwa beim „Grünen Jäger“ auch die Bahn nach Lübeck komplett unterspült. Also der Bahndamm komplett weggespült.

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  1. […] Die Bleckeder Hafenbahn zweigt ein paar Hundert Meter hinter dem Bleckeder Bahnhof von der Strecke Richtung Alt Garge ab. Die Hafenbahn hat schon länger keinen Betrieb mehr gesehen, was auch an Stellen deutlich wird. Bilder und Infos zur Bleckeder Strecke ohne die Hafenbahn gibt es hier. […]

  2. […] Die Bleckeder Hafenbahn zweigt ein paar hundert Meter hinter dem Bleckeder Bahnhof von der Strecke Richtung Alt Garge ab. Die Hafenbahn hat schon länger keinen Betrieb mehr gesehen, was auch an einigen Stellen deutlich wird. Bilder und Infos zur Bleckeder Strecke ohne die Hafenbahn gibt es hier. […]

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