Bahnstreckenporträts Archive - Lünebahn

Archiv für Bahnstreckenporträts

Buchhorster Waldbahn

Die Buchhorster Waldbahn ist ein Teilstück der Buchhorster und Lauenburger Ziegelei- und Zündholzbahn mit einer Spurweite von 600 mm. Ihre Geschichte beginnt bereits Anfang des 20. Jahrhunderts. Im Laufe der Zeit wurde sie erweitert und diente nicht nur dem Abtransport fertiger Güter zum Hafen oder zum Bahnhof – auch Tonerde wurde von den Abbauplätzen per Feldbahn zur Ziegelei gefahren. Im Jahr 1981 wurde der Betrieb eingestellt und ein Großteil der Bahn abgebaut. Lediglich in einem Waldstück zwischen Lauenburg und Buchhorst verblieb ein ca. 1 km langes Stück samt Lokschuppen. 1986 taten sich Feldbahnfreunde zusammen und stellten in jahrelanger Arbeit wieder einen betriebsfähigen Zustand her. Im Internet sind sie unter www.buchhorsterwaldbahn.de zu erreichen. Dort gibt es auch detailliertere Informationen zu Strecke und Fahrzeugen sowie aktuelles und historisches Bildmaterial.

bu01Auf dem Weg zur Buchhorster Waldbahn kommt man an diesem Schornstein vorbei. Er gehörte zur Ziegelei, welche über die Feldbahn Ton erhielt. Die fertigen Ziegel wurden dann unter anderem über die Schiene zum Lauenburger Hafen und zum Staatsbahnhof transportiert.

bu01Hinter dem Lokschuppen endet das Gleis.

bu01Beim Blick in die andere Richtung kann man schon etwas erkennen.

bu01Der Lokschuppen wurde um 1970 herum gebaut. Seit 1986 ist dies der Stützpunkt der Feldbahnenthusiasten, die das verbliebene, ca. 1 km lange Teilstück der Buchhorster und Lauenburger Ziegelei- und Zündholzbahn übernommen hatten und wieder betriebsbereit machten. Als ich dort zu war, wurde fleißig gearbeitet

bu01Blick in die andere Richtung. Wie man sieht, sind die Gleisanlagen durchaus umfangreich. Die zeitgenössischen Leuchten und Telegraphenmasten versprühen Kleinbahnatmosphäre. Rechts im Bild ist ein kleiner Lokschuppen neueren Datums zu sehen.

bu01Ein Güterwagen auf dem Abstellgleis.

bu01Hier laufen die Gleise zusammen. Rechts gut erkennbar: Die gekippten Loren.

bu01Blick zurück von der Straße.

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Die Gebirgsbahn

Die Bahnstrecke Lüneburg-Soltau wurde 1913 von der Kleinbahn Lüneburg-Soltau GmbH in Betrieb genommen.  1944 verschmolz das Unternehmen mit anderen Kleinbahnen der Region zur OHE – der Osthannoverschen Eisenbahnen AG. Bis 1974 gab es auf der gesamten Strecke Personenverkehr. Bis 1977 wurde noch der Abschnitt Lüneburg-Schwindebeck bedient. Auch heute noch wird auf der Strecke Güterverkehr betrieben. Den Großteil des Verkehrsaufkommens bringt die Winsener Strecke, die in Hützel auf die Gebirgsbahn führt. Der Abschnitt Hützel-Lüneburg wird unregelmäßig befahren und dient zudem der AVL für Museumsfahrten mit dem Heide-Express.

gebirgs001Bei Kilometer 0 befindet sich das Empfangsgebäude des OHE-Bahnhofes Lüneburg Süd. Anfang der 90er machten sich in Drögennindorf Waggons selbstständig und rollten in das Gebäude, welches damals ein Café beherbergte. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Wie man sieht wurden die linken beiden Drittel des Mauerwerks ersetzt. Infolge des Unfalls wurde das Bahnsteiggleis einige Meter zurückgebaut. An dieser Stelle befindet sich nun der Parkplatz.

gebirgs001Rechts geht es zum Bahnsteig.

gebirgs001Hinter dem Gebüsch ist das Empfangsgebäude zu erkennen. Links verlief das Bahnsteiggleis. Da an dieser Stelle schöne neue Wohnhäuser mit Ilmenaublick entstehen sollen, musste es entfernt werden.

gebirgs001Richtung Soltau.

gebirgs001Da neben der OHE auch die Deutsche Bahn im Bereich der Straße „An der Wittenberger Bahn“ über umfangreiche Infrastruktur verfügt, müssen aufwändige Lärmschutzmaßnahmen getroffen werden, um das Wohnen mit Ilmenaublick halbwegs erträglich zu machen.

gebirgs001Ein paar Meter weiter gibt es eine Laderampe.

gebirgs001Blick von der Rampe nach Soltau. Vor Kurzem lagen hier noch Gleise.

gebirgs001Die Güterschuppen von der Straßenseite.

gebirgs001Dieselbe Perspektive des Gleisbetts.

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Die Bleckeder Hafenbahn

Die Bleckeder Hafenbahn zweigt ein paar hundert Meter hinter dem Bleckeder Bahnhof von der Strecke Richtung Alt Garge ab. Die Hafenbahn hat schon länger keinen Betrieb mehr gesehen, was auch an einigen Stellen deutlich wird. Bilder und Infos zur Bleckeder Strecke ohne die Hafenbahn gibt es hier.

bleck01Hinter dem Bahnübergang in der Industriestraße Richtung Alt Garge / Waldfrieden zweigt links das Hafengleis ab.

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Andere Richtung: Das sichtbare Gleis führt zum Bleckeder Bahnhof, rechts daneben unter hohem Gras das Hafengleis.

bleck01Es kommt aus der Vegetation heraus…

bleck01…und überquert die Dahlenburger Straße…

bleck01…um einen Deich zu erklimmen.

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Die Deichkrone ist erreicht.

bleck01Blick zurück. Der Niveauunterschied zur Straße lässt sich gut anhand der Treppe erkennen.

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Und es geht wieder abwärts zum Hafen.

bleck01Der bisherige Verlauf.

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Die Geestrandbahn

Die Bahnstrecke Lüneburg-Bleckede in Normalspur wurde 1919 als Ersatz für die ähnlich trassierte und 1904 eröffnete Schmalspurstrecke (750 mm) in Betrieb genommen. 1977 wurde der Personenverkehr eingestellt – sie war gemeinsam mit dem Abschnitt Lüneburg Süd – Schwindebeck die letzte OHE-Strecke mit planmäßigem Personenverkehr. 2007 wurde auch der Güterverkehr eingestellt. Seitdem gibt es nur noch Überführungsfahrten zum und vom Eisenbahnausbesserungswerk Bleckede sowie Museumsfahrten des Heide-Express (neu für diese Strecke: Heide-Elbe-Express), dessen Betreiber, die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsfreunde Lüneburg, die Bleckeder Kleinbahn GmbH gegründet und die Strecke von der OHE gepachtet hat. Nach Abschluss der Instandsetzungsarbeiten sind für 2012 wieder Fahrten geplant. Auch Überführungen zum EAW werden dann wieder möglich sein. Weitere Infos zur Strecke findet ihr in den Bilderbeschreibungen. Infos zu den Museumsfahrten unter http://www.heide-express.de

bleck01Das Bahnsteiggleis des OHE-Bahnhofes Lüneburg Nord. Seit 1960 ist hier jedoch niemand mehr ein- oder ausgestiegen. Wegen der recht großen Entfernung zum DB-Bahnhof fuhren die Bleckeder Züge vom Hauptbahnhof ab. So konnte den Fahrgästen ein mehrminütiger Fußmarsch von einem zum anderen Bahnhof erspart werden.

bleck01Die Gleise werden heutzutage zum Abstellen von Loks und Wagen verwendet.

bleck01Das Bahnhofsgebäude des Lüneburger Nordbahnhofes von der Bahnsteigseite. Es beherbergte damals eine Gaststätte, die es jedoch längst nicht mehr gibt.

bleck01Blick von der anderen Seite. Im Vordergrund ist das Gleis der Bahnstrecke Lüneburg-Lübeck zu sehen. Seit der Schließung des Bahnhofes LG Nord fuhren hier auch die Bleckeder Züge zum DB-Bahnhof

bleck01Hier werden Metronom-Züge abgestellt und gereinigt.

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Es folgt der zweigleisige Bahnübergang Meisterweg.

bleck01Links sind noch deutliche Spuren des nicht mehr vorhandenen Anschlusses der ehemaligen Standortverwaltung zu sehen, rechts geht es zum Lüneburger Bahnhof.

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Auf dem Gelände der Standortverwaltung sind noch Spuren des Gleisanschlusses zu finden, wie an diesem Schuppen.
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Die Luhebahn

Die Luhebahn wurde 1906 von Winsen bis Egestorf in Betrieb genommen. 1910 folgte die Erweiterung nach Hützel mit dem Anschluss an die Strecke der damaligen Kleinbahn Lüneburg-Soltau. Nach dem Krieg schlossen sich diese und sämtliche andere selbstständigen Kleinbahnen im OHE-Netz zu der heutigen Osthannoversche Eisenbahnen AG zusammen. Die Strecke Winsen-Hützel gehört zu den häufiger frequentierten im OHE-Netz. An der Strecke selbst findet mittlerweile saisonal Holzverladung statt. Die meisten Fahrten führen auf die Elbmarschbahn Winsen-Marschacht zum Kaliumschlag in Tönnhausen und dem Chemiewerk Bock in Niedermarschacht. Die planmäßigen Güterzüge fahren dreimal wöchentlich. Darüber hinaus findet jedoch nach Bedarf noch recht reger Verkehr statt. Auffällig ist, dass diese Strecke sehr häufig in Straßennähe entlang führt, und das oftmals vor einer schönen landschaftlichen Kulisse, was für Eisenbahnfotografen sehr attraktiv ist. Wie es im Detail aussieht, erfahrt Ihr anhand folgender Bilderstrecke – viel Spaß!

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Wir befinden uns am OHE-Bahnhof Winsen Süd und blicken Richtung Bahnsteig – den habe ich nicht nochmal eingestellt, da er bereits im Artikel über die Elbmarschbahn zu sehen ist.

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Andere Richtung. Neben dem Lokschuppen steht die 200086, links sehen wir Schütguttwaggons mit Kali. Diese Fläche wird auch zum Umschlag von Schotter benutzt.

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Am Straßenrand weist noch ein Schild auf den ehemaligen Anschluss vom Landhandel Rudolf Peters hin. Dieser wurde zurückgebaut, die Futtersilos wurden abgerissen und ein Kiebitzmarkt der selben Firma eröffnet.

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Der Gleisverlauf ist noch im Asphalt zu erkennen.

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Nach Verlassen des Bahnhofes geht es über den Borsteler Weg.  Danach führt die Strecke noch über die A39 und die DB-Strecke Hamburg-Hannover. Leider sind diese Brücken nicht ohne Weiteres zu fotografieren.

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