Die Gebirgsbahn von Lüneburg nach Soltau ( OHE ) - Lünebahn

Die Gebirgsbahn

Die Bahnstrecke Lüneburg-Soltau wurde 1913 von der Kleinbahn Lüneburg-Soltau GmbH in Betrieb genommen.  1944 verschmolz das Unternehmen mit anderen Kleinbahnen der Region zur OHE – der Osthannoverschen Eisenbahnen AG. Bis 1974 gab es auf der gesamten Strecke Personenverkehr. Bis 1977 wurde noch der Abschnitt Lüneburg-Schwindebeck bedient. Auch heute noch wird auf der Strecke Güterverkehr betrieben. Den Großteil des Verkehrsaufkommens bringt die Winsener Strecke, die in Hützel auf die Gebirgsbahn führt. Der Abschnitt Hützel-Lüneburg wird unregelmäßig befahren und dient zudem der AVL für Museumsfahrten mit dem Heide-Express.

gebirgs001Bei Kilometer 0 befindet sich das Empfangsgebäude des OHE-Bahnhofes Lüneburg Süd. Anfang der 90er machten sich in Drögennindorf Waggons selbstständig und rollten in das Gebäude, welches damals ein Café beherbergte. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Wie man sieht wurden die linken beiden Drittel des Mauerwerks ersetzt. Infolge des Unfalls wurde das Bahnsteiggleis einige Meter zurückgebaut. An dieser Stelle befindet sich nun der Parkplatz.

gebirgs001Rechts geht es zum Bahnsteig.

gebirgs001Hinter dem Gebüsch ist das Empfangsgebäude zu erkennen. Links verlief das Bahnsteiggleis. Da an dieser Stelle schöne neue Wohnhäuser mit Ilmenaublick entstehen sollen, musste es entfernt werden.

gebirgs001Richtung Soltau.

gebirgs001Da neben der OHE auch die Deutsche Bahn im Bereich der Straße „An der Wittenberger Bahn“ über umfangreiche Infrastruktur verfügt, müssen aufwändige Lärmschutzmaßnahmen getroffen werden, um das Wohnen mit Ilmenaublick halbwegs erträglich zu machen.

gebirgs001Ein paar Meter weiter gibt es eine Laderampe.

gebirgs001Blick von der Rampe nach Soltau. Vor Kurzem lagen hier noch Gleise.

gebirgs001Die Güterschuppen von der Straßenseite.

gebirgs001Dieselbe Perspektive des Gleisbetts.

gebirgs001Die Breite der „Ackerfläche“ verdeutlicht, wie umfangreich die Infrastruktur an dieser Stelle war.

gebirgs001Bis zur Friedrich-Ebert-Brücke wurde zurückgebaut. Die Friedrich-Ebert-Brücke dient als Hauptverkehrsweg zu Lüneburgs größten und am dichtesten besiedelten Stadtteil Kaltenmoor. Wer hier wohnt, kriegt was auf die Ohren – kann dafür aber prima auf die Ilmenau gucken…

gebirgs001Entlang der Schuppen verlief ein weiteres Gleis, was jedoch schon vor Jahren zurückgebaut wurde.

gebirgs001Kurz vorm Bahnübergang zweigte es ab.  Am linken Bildrand befindet sich das Übergabegleis zur DB. Rechts sehen wir den Lokschuppen des Bahnhofes Lüneburg Süd. In der Halle rechts daneben wurden seinerzeit die Busse der OHE-Tochter VOG abgestellt. Heute ist an dieser Stelle Höfels Gleisbau ansässig.

gebirgs001Blick zurück. Links geht es zum OHE-Bahnhof, rechts zur DB.

gebirgs001Das rechte Gleis führt über eine Ilmenaubrücke zur ehemaligen Wachsbleiche. Ganz früher verlief das Gleis bis zur Saline. Links daneben geht es nach Soltau.

gebirgs001

Auch die Lagerhalle verfügte mal über einen Gleisanschluss.

gebirgs001Dieses Bild bietet sich, wenn man von Wilschenbruch kommt.

gebirgs001Wir kommen aus dieser Richtung. Neben der Ilmenau wird auch die Willy-Brandt-Str. überquert. Die Brücke ist deutlich erkennbar.

Seiten: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

18 Antworten “Die Gebirgsbahn”

  1. Bernd M. sagt:

    Hallo ich habe heute den LZ-Artikel von deinem Hobby Gelesen, und bin nun auf deiner Seite im Netz!
    Die Strecke Lüneburg-Soltau hast du gut in Bild Festgehalten, aber die Lopau-Brücke bei Amelinghausen fehlt leider!!!!!
    Aber kannste ja noch Reinsetzen(:-)))))))).

    Mach weiter so Bernd M.

  2. Holzklotz sagt:

    Vielen Dank für das Lob! Den Lopau-Viadukt wollte ich auf der Rückfahrt fotografieren, doch dann kam eine OHE-Fahrt von Soltau nach Drögnnindorf dazwischen. Ich werde diesen interessanten Streckenteil aber nachliefern. Ich habe auch historische Bilder dieser Stelle, die ich jedoch aus Urheberrechtsgründen nicht veröffentlichen werde.

  3. Tommy sagt:

    Hallo! 🙂
    Echt schlimm und komplett ohne Verstand was die Unternehmer beim Abriss vom Bahnhof LG – Süd gedacht haben.
    Ich habe ja schon viele Vorteile vom Lüneburger Umschlagbahnhof, nicht nur von Süd, erkannt.
    Was man da hätte alles machen können…
    In Süd hätte…
    – man die Güter- und Lokschuppen aufmöbeln, die Laderampe wieder in Betrieb und die Haltestelle Süd als Auslastung ( insb. morgens und abends) für die völlig überfüllten Amelinghausener Busse nutzen können. Die haben doch jetzt ihren tollen „erixx“ bzw. für die etwas heruntergekommene Strecke den VT628.

    Hafenumschlag (Elbe- S. Kanal):
    Wie schon gesagt kann man mit unserem Hafen LG, Hamburg ein wenig entlasten. Genügend Gleise sind vorhanden, Europa wird sich um die Materialien die u.a. das Eisenwerk liefern reißen. In- und Export wird so oft genutzt wie noch niiiiiie!!!!!!
    Aber auch Farber (nähe Wilschenbruch/ LG Süd) wird davon profitieren.

    Sonstiges:
    Die AVL kann ihre romantischen Ausflüge auf modernisierten Strecken weiterhin Fortsetzten, egal ob nach Bleckede oder Soltau.
    Die Draisinenstrecke bei Alt Garge kann durch den Zugverkehr der AVL sogar ab Waldfrieden genutzt werden. Im vorhandenen Restaurant kann man sich kulinarisch, deftig und Gesund ernähren, damit man Power für die modernen Fahrraddraisinen hat!

    … und das war erst der Anfang…

    Also, man sieht was man alles mit Lüneburg machen kann….. früher In- heute Export. Das ist die Zukunft. Lüneburg kann dadurch Reich werden… man muss aber auch Risiken eingehen.

    passt zwar nicht ganz aber
    „NO RISK, NO FUN!“

  4. Holzklotz sagt:

    Der erixx fährt zwischen Uelzen und Bremen und zwischen Hannover und Buchholz. Der hat keine Berührungspunkte mit Amelinghausen. 😉

  5. Tommy sagt:

    Ja aber trotzdem… darum sagt Tommy auch das die alten VT 628 die Jahrelang einen guten Dienst erwiesen haben, die Strecke LG- Soltau befahren sollen! 😉

  6. Holzklotz sagt:

    Ah, okay – das hatte ich anders verstanden.

  7. Manfred Bergmann sagt:

    Moin,
    die Steinbogenbrücke über den Oedemer Bach verdient es auch,photographisch festgehalten zu werden,ebenso die Steigung zwischen Häcklinger Weg und ex A.D.Müller am Oedemer Weg,da gab es frühermal ein Anschlußgleis.

  8. Holzklotz sagt:

    Moin,

    Ein paar Detailsbfehlen wirklich noch, z.B auch die Rübenkippe in Drögennindorf. Den Oedemer Bach hatte ich tatsächlich nicht auf dem Zettel. Vielen Dank für den Hinweis.

  9. Jonny sagt:

    Moin,

    was ist eigentlich daran, dass sie Strecke stillgelegt werden soll (in 20 Jahren)?

  10. Holzklotz sagt:

    Moin,

    da ist Einiges dran – voraussichtlich 2016 soll es so weit sein. Dieser Artikel könnte übrigens auch interessant sein: http://www.xplored.de/?p=1014

  11. Morris sagt:

    Moin,

    warum will die OHE die Strecke stilllegen, obwohl sie selbst noch was daran erneuert hat und sie die Strecke auch noch befährt??
    (Zwar nicht oft, aber immerhin)

  12. Holzklotz sagt:

    Die Frage hast du dir selbst beantwortet – es herrscht nicht ausreichend Betrieb auf der Strecke, um sie wirtschaftlich betreiben zu können. Schade ist es allemal. Wo fanden denn Erneuerungen an der Strecke statt? Die letzten mir bekannten Bauarbeiten gab es im Zuge der Straßenerneuerung am Bahnübergang in Drögennindorf. Dort wurde auch die nicht mehr benötigte Weiche zur Rübenkippe entfernt.

  13. Joerg sagt:

    Hallo aus USA,

    Das ist ja eine tolle Bilddokumentation!
    Ich habe die OHE wöchentäglich von 1959-65 für Schulfahrten zwischen Schwindebeck und Soltau benutzt, wie wohl viele andere „Fahrschüler“ meiner Generation auch.

    Anfangs gab es noch 3 Zug Varianten: Kleine Dampflok mit wackeligen grünen kleinen Wagen, mit Plattform zum Einsteigen am Anfang und Ende jedes Wagens. Danach kam dann der „Blaue Enzian“, der Einstieg der OHE ins Dieselzeitalter, gefolgt von dem Roten Luxustriebwagen (s. Bleckede Unfall).

    Bin durch Zufall auf die Seiten gestossen und hab heute eine Nostalgiefahrt in Bildern gemacht.

    Vielen Dank für eine schöne Dokumentation!

    JS

  14. Holzklotz sagt:

    Hallo,

    freut mich, wenn Ihnen meine Seite gefällt. Bewegtbilder finden Sie übrigens auf meinem Youtube-Kanal „Holzklotz“.

    Viele Grüße

    Daniel

  15. Morris sagt:

    Hallo,

    ein bischen sehr spät:
    Das mit den Erneuerungsarbeiten hab ich wohl mit der Luhebahn verwechselt…

    Immerhin, ein klitzekleiner Hoffnungsschimmer für die Gebirgsbahn besteht noch, solange sie noch im Rennen um die Reaktivierung des Personenverkehrs ist. Oder ist sie schon rausgeflogen?
    Finde nur was mit Stand August 2013 und da ist sie noch mit bei.

  16. Holzklotz sagt:

    Hallo,

    die Gebirgsbahn ist noch im Rennen.

Trackbacks/Pingbacks

  1. […] werden. Dafür müssen wir die Infrastruktur schaffen. Im Gewerbegebiet Lüneburg Süd (Anm.: Gebirgsbahn, Bahnhof Melbeck-Embsen) möchte zum Beispiel ein Unternehmen Windräder recyceln, dafür muss der […]

  2. […] werden. Dafür müssen wir die Infrastruktur schaffen. Im Gewerbegebiet Lüneburg Süd (Anm.: Gebirgsbahn, Bahnhof Melbeck-Embsen) möchte zum Beispiel ein Unternehmen Windräder recyceln, dafür muss der […]

Lass uns darüber reden
Name und Email sind nötig
Beteilige Dich an der Diskussion