Die Luhebahn zwischen Winsen Luhe und Hützel - Lünebahn

Die Luhebahn

Die Luhebahn wurde 1906 von Winsen bis Egestorf in Betrieb genommen. 1910 folgte die Erweiterung nach Hützel mit dem Anschluss an die Strecke der damaligen Kleinbahn Lüneburg-Soltau. Nach dem Krieg schlossen sich diese und sämtliche andere selbstständigen Kleinbahnen im OHE-Netz zu der heutigen Osthannoversche Eisenbahnen AG zusammen. Die Strecke Winsen-Hützel gehört zu den häufiger frequentierten im OHE-Netz. An der Strecke selbst findet mittlerweile saisonal Holzverladung statt. Die meisten Fahrten führen auf die Elbmarschbahn Winsen-Marschacht zum Kaliumschlag in Tönnhausen und dem Chemiewerk Bock in Niedermarschacht. Die planmäßigen Güterzüge fahren dreimal wöchentlich. Darüber hinaus findet jedoch nach Bedarf noch recht reger Verkehr statt. Auffällig ist, dass diese Strecke sehr häufig in Straßennähe entlang führt, und das oftmals vor einer schönen landschaftlichen Kulisse, was für Eisenbahnfotografen sehr attraktiv ist. Wie es im Detail aussieht, erfahrt Ihr anhand folgender Bilderstrecke – viel Spaß!

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Wir befinden uns am OHE-Bahnhof Winsen Süd und blicken Richtung Bahnsteig – den habe ich nicht nochmal eingestellt, da er bereits im Artikel über die Elbmarschbahn zu sehen ist.

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Andere Richtung. Neben dem Lokschuppen steht die 200086, links sehen wir Schütguttwaggons mit Kali. Diese Fläche wird auch zum Umschlag von Schotter benutzt.

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Am Straßenrand weist noch ein Schild auf den ehemaligen Anschluss vom Landhandel Rudolf Peters hin. Dieser wurde zurückgebaut, die Futtersilos wurden abgerissen und ein Kiebitzmarkt der selben Firma eröffnet.

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Der Gleisverlauf ist noch im Asphalt zu erkennen.

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Nach Verlassen des Bahnhofes geht es über den Borsteler Weg.  Danach führt die Strecke noch über die A39 und die DB-Strecke Hamburg-Hannover. Leider sind diese Brücken nicht ohne Weiteres zu fotografieren.

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Nun geht es über den Ilmer Weg und danach über den Ilmer Moorweg. Nicht nur die Straßennamen, auch die Bahnübergänge ähneln sich.

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Richtung Winsen.

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Richung Hützel.

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Wir kommen aus Richtung Winsen in Luhdorf an und kreuzen die Luhdorfer Bahnhofstr.

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Bahnsteig und Stationsschild wurden von der AVL neu errichtet, um eine stilechte Zustiegsmöglichkeit zum Heide-Express zu schaffen.

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Hinter dem Bahnsteig zweigt das Ladegleis ab.

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Es lässt sich bei Bedarf noch immer nutzen.

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Heute endet es stumpf vor der Radbrucher Straße. Damals existierte noch eine Weiche.

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Hinterm Bahnübergang beschreibt das Gleis einen Bogen…

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…, um „An der Luhe“ wieder zum Vorschein zu treten. Die Bahnübergänge in Luhdorf sind übrigens alle von identischer Bauart, und zwar hat die Fa. Pintsch-Bamag eine erfrischend andere Alternative zum reinen elektronischen Gong erfunden, die auffällig große Lautsprecher erforderlich macht. Wer an einem dieser Bahnübergänge auf einen Zug wartet, bekommt nämlich folgende Ansage zu hören:“ Ding-Dong! Vorsicht, Zug kommt – bitte Bahnübergang verlassen!“ Eine schöne Idee für diejenigen, die sich beim Rotlicht und dem normalen Gong einen gewissen Interpretationsspielraum einräumen, allerdings dürfte die geringe Verbreitung für sich sprechen. Durchsage anhören

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Hier die Schienen aus Richtung Winsen…

luhe001… und in Richtung Hützel.

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  1. […] Bahnübergang in der Salzhäuser Bahnhofsstraße (L 216) der OHE-Strecke Winsen (Luhe) – Hützel (“Luhebahn”) wird modernisiert. Momentan verrichtet an dieser Stelle eine […]

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