Die Lüneburger Industriebahn - Lünebahn

Die Lüneburger Industriebahn

Die Geschichte der Lüneburger Industriebahn geht zurück bis ins Jahr 1905. Sie wurde gebaut, um den Kalksteinbruch an den Kreideberg anzuschließen. Die Gleise wuchsen mit dem Industrie- und Gewerbegebiet Goseburg. Anfang der 70er Jahre entstand sogar eine Brücke über die Ilmenau, um das Gewerbegebiet „Lüner Rennbahn“ anzuschließen. Dort befindet sich mit Johnson Controls das einzige Unternehmen, das auch heute noch Güter über die Industriebahn rollen lässt. Dieser Anschluss wird noch regelmäßig von einer verkehrsroten V60 der Deutschen Bahn bedient.  Die anderen Anschlüsse liegen entweder brach oder wurden zurückgebaut. Doch auch die haben Spuren hinterlassen:

Auf dem folgenden Bild ist das bestehende Stammgleis orange markiert. Die Trasse der demontierten Gleise habe ich rot hervorgehoben.

indbahn

01-arens

Am Wendehammer der Arenskuhle liegen vor der Bahnstrecke Lüneburg-Hamburg die Gleise der Industriebahn.

02-arens

In Richtung Nordwesten endet das Gleis an einem Prellbock

03-arens

Blick in die andere Richtung. Rechts erkennt man den Fernmeldeturm der Telekom an der Arenskuhle. Hier lassen sich recht lange Güterzüge zusammenstellen.

04-arens

Hier laufen die beiden Gleise zusammen. Geradeaus geht es über die Ilmenaubrücke zum Westbahnhof, rechts geht es in die Goseburg. An dieser Stelle muss ebenfalls das Anschlussgleis der Keulahütte abgezweigt sein.

05-arens
Bergab in die Goseburg. Mittig am rechten Bildrand erkennt man noch das Gleis der Keulahütte.

06-arens
Hier nochmal aus der Nähe. Viel weiter kann man dem Gleis nicht folgen, das es komplett überwuchert ist. Das macht aber nichts, denn mittlerweile führt es ins Nirgendwo. Wo das Eisenwerk war, befindet sich nun ein riesiger Praktikermarkt. Dort braucht man sich gar nicht erst auf Spurensuche zu begeben.

07-arens

Weiter geht es ins Grüne. Das sieht weder nach Industrie, noch nach Gewerbe aus.

08-arens

Die Gleissperre zeugt noch vom ehemaligen Betriebsbahnhof Arenskuhle. Wo aber keine Wagen mehr abgestellt werden, kann auch nichts davonrollen.

09-hude

Am Streckenrand stehen alte Gebäude, die mit Sicherheit viel zu erzählen hätten.

10-hude

Schließlich erscheint der Bahnübergang auf der Hude – der muss manuell per HET eingeschaltet werden.

11-hude

Blick zurück

12-hude

Der Bahnübergang in voller Größe. Im Hintergrund sieht man die Eisenbahnbrücke, über die auch die Industriebahn zum Bahnhof West führt.

13-hude

Nach dem BÜ geht es weiter hinter die Diskothek „Garage“.

14-hude

Links geht es in die Goseburg, geradeaus nähern wir uns dem Gleisende.

15-hude

Die Grafitti sind keine wilde Schmiererei – sie gehören zur Disko.

16-hude

Ungefähr hier muss die Weiche für den Anschluss der jetzigen Diskothek gelegen haben, welche sich in einem ehemaligen Fabrikgebäude befindet. Wir werden später noch auf Reste dieses Anschlusses stoßen

Seiten: 1 2 3 4 5 6

14 Antworten “Die Lüneburger Industriebahn”

  1. Stefan Garwermann sagt:

    Ich habe als Kind bis ich 10 Jahre alt war, direkt an der Industriebahn (Bahnübergang Auf der Hude, Das rote Haus direkt an den Schienen) gelebt und habe noch gute Erinnerungen an den lebhaften täglichen Güterverkehr morgens und abends. Damals wurden die Waggons fast immer von einer KÖF gezogen.

  2. Sehr interessanter Bericht, aber wer nutzt den das Gleis am Ende?

  3. Holzklotz sagt:

    Moin Christian,

    einzig verbliebener Anschließer ist Johnson Controls – ein KFZ-Zulieferer. Bilder findest du auf der letzten Seite dieses Berichtes. Meine Videos findest du unter dem Suchbegriff „industriebahn Lüneburg“ bei Youtube.

  4. Dennis sagt:

    Tolle Fotostrecke. Mich würde interessieren, wohin die Fahrt geht, nachdem die Ilmenaubrücke Richtung Bahnhof überquert wird? Wo werden die Güter hintransportiert? Gibt es dazu auch noch Fotostrecken?

  5. Holzklotz sagt:

    Hallo,

    das vorläufige Ziel ist der Lüneburger Güterbahnhof. Wohin es dann geht, weiß ich nicht. Da es sich um Interieurteile von Autos handelt, werden sie jedenfalls die jeweiligen Werke der Autohersteller erreichen. Von der Friedrich-Ebert-Brücke kann man übrigens die Wagen und die V60 erkennen.

  6. INGO sagt:

    Danke für die tollen Bilder.
    Ist eine super Erinnerung an meine Kindheit. Meine Oma hat in der Goebelst. gewohnt. Immer wenn ich am Wochenende da war sind wir auf den Gleisen gegangen. Anfang der achtziger war da noch richtig Betrieb. Da mein Opa bei Ibus gearbeitet hat weiß ich, das es viel mehr Gleisanlangen gab, die teilweise in und um die Hallen gingen. Da wo Bruns drin war und auch noch weiter Richtung Coke. Ich habe glaube ich noch eine große Karte aus den 50 bzw. 60zigern und eine Firmen borschüre von Ibus. Mal sehen was ich finde.
    Wenn man bei Holz Herbst Richtung Bundesstraßen Brücke weiterging gab es auf der rechten Seite auch noch eine Fabrik mit Anschlussgleis. Die muss aber Ende der achtziger abgerissen worden sein. Mal sehen ob ich noch Bilder habe.

  7. Holzklotz sagt:

    Hallo,

    wenn du alte Bilder von der Industriebahn hast, würde ich mich sehr freuen, wenn du sie scannen oder abfotografieren und mir schicken könntest. 🙂

    Viele Grüße

  8. Tertel sagt:

    Hallo Ingo,
    deine Oma wohnte in der Goebelstraße?
    Und dein Opa arbeitete bei Ibus?
    Mein Vater auch und wir wohnten in der Ibus Siedlung.
    In der Siedlung wohnten viele Arbeiter von Ibus.
    Gebohren bin ich 1954 in der Siedlung. Meine Straße hieß Breite Wiese.Suche schon lange Unterlagen/Bilder von meiner Kindheit da.
    Viele Grueße von mir

  9. Tertel sagt:

    Hallo Ingo,
    hatte mich schon mal gemeldet.
    Hast du vielleicht Bilder für mich?
    Ich habe da in den 50er Jahre gewohnt.
    Habe von der Zeit aber leider keine Bilder.
    (auch mal an Holzklotz, vielleicht auch du Bilder für mich)
    Gruß von mir!

  10. Volker Brückner sagt:

    Wer hat für „150 Jahre Holz Herbst“ Dokumente/Fotos/Erinnerungen an die vergangenen 15 Jahrzehnte des Unternehmens? Freue mich über Hinweise! DANKE!

  11. Rainer sagt:

    Hallo,

    schöne Fotostrecke –
    es queren übrigens immer noch Gleisreste die Bessemerstraße kurz vor Firma Lohrengel-Ladenbau. Gehörten sie auch zum Streckenbereich der Industriebahn ?
    Im April 1980 sollte eine Sonderfahrt unter Leitung von H.P. Werthmann auf den Abschnitten der Lüneburger Industriebahn stattfinden. Sie musste wegen ‚umfangreicher Bauarbeiten im Industriegebiet‘ auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

  12. Holger Tertel sagt:

    Hallo an Euch!
    Suche immer noch Bilder Ibus Siedlung 1960!
    An den Gleisanlagen habe ich damals auch gespielt.
    Habe nur keine Bilder von damals.
    Vielleicht kann mir einer helfen.Ingo hatte ich 2x angemailt, denn er hat Bilder. Bitte melden.
    Gruß von mir!

  13. L. Strehse sagt:

    Die Hafen Lüneburg GmbH hat in 2015 die Goseburgbahn( Industriebahn West ), inklusive der Eisenbahnbrücke über die Ilmenau in der Vrestorfer Heide, grunderneuert. Informationen zum Hafen Lüneburg, sowie der Goseburgbahn findet man unter http://www.hafen-lueneburg.de

Trackbacks/Pingbacks

  1. […] war der Bahnübergang der Lüneburger Industriebahn in der Christian-Herbst-Straße im Gewerbegebiet “Goseburg” trotz des regen […]

Lass uns darüber reden
Name und Email sind nötig
Beteilige Dich an der Diskussion