Die Elbmarschbahn - Lünebahn

Die Elbmarschbahn

Die knapp 20 km lange Bahnstrecke Winsen-Niedermarschacht existiert seit 1912 und gehört seit 1944 zum Netz der OHE. Am Mai 1966 verlor sie als zweite Strecke im OHE-Stammnetz ihren Personenverkehr. Heute wird dreimal wöchentlich der Anschluss des Marschachter Chemiewerkes bedient. Saisonal findet am Ilmenaukanal in Tönnhausen Kaliverkehr statt.

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Dieses Bahnsteiggleis wurde nicht nur für die Marschachter Fahrgäste genutzt – wer in Richtung Hützel reisen wollte, war hier ebenfalls richtig. Personenverkehr betreibt hier nur noch die AVL mit ihrem Heide-Express. Es wird jedoch nachwievor zum Rangieren von langen Güterzügen befahren.

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Im Bildhintergrund sehen wir schon das weiße Betriebsgebäude mit Bus- und Lokschuppen der OHE und ihrer „Bustochter“, der VOG.

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Beim Blick zurück sieht man hinter dem Grün den DB-Bahnhof Winsen (Luhe). Der Umstieg von DB nach OHE dauerte hier nur eine Minute.

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Zwischen dem Bahnsteiggleis und dem Lokschuppen führt das Marschachter Gleis über die Straße mit dem sehr passenden Namen „Kleinbahnweg“.

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Es geht mitten durchs Stadtgebiet. Die Rautentafel kündigt den ersten Bahnübergang an.

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So sieht es aus, wenn man am BÜ Lüneburger Straße Richtung Bahnhof blickt.

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Es geht über die Lüneburger Straße, die quer durch Winsen führt – eine der am einfachsten zu findenden Straßen der Stadt. 😉

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Auf der anderen Seite sieht es nach Botanik aus, aber der Schein trügt.

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Aus dem Gebüsch kommend, nehmen wir bereits Wohnbebauung wahr.

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Die Bogenstraße macht ihrem Namen alle Ehre, das Gleis macht mit.

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Auf Höhe des griechischen Restaurants wird die Dorotheenstaße gekreuzt.

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Beim Blick in Fahrtrichtung sehen wir schon die Schranken des nächsten Bahnübergangs. Die Flora täuscht auch hier über die Stadt hinweg- vielleicht mag ich Winsen deswegen so sehr. 😉

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Der Bahnübergang Bürgerweide wird passiert, bevor es parallel zu Hinterm Bruch weitergeht.

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Das kleine Blinklicht ist die Besonderheit dieser Anlage.

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Links die Niedersachsenstraße, rechts Hinterm Bruch. Wahrscheinlich sind die Anwohner dankbar, dass in der Woche nur ein paar Züge kommen und nicht jeder Waggon einzeln mit einem Dieselmotor davor als LKW durch Wohngebiet fährt. Speziell ältere Streckenanrainer scheinen den Schienenverkehr wohlwollend akzeptiert zu haben und sprechen viel und gerne von „unserer Bahn“, wenn ich beim Fotografieren mit ihnen ins Gespräch komme, während die jüngere Generation den Betrieb oftmals am liebsten verbieten lassen würde – ungeachtet der Tatsache, dass die Bahnstrecke schon länger existiert als die Meckerer alt sind.

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Blick zurück

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In Richtung Marschacht macht die Strecke eine letzte Kurve im Wohngebiet. In der Bildmitte sieht man das alte Empfangsgebäude (?) Winsen Nord – ich vermute, es war eine Kneipe mit Fahrkartenverkauf. Letzteres ist weggefallen, aber eine Kneipe ist es noch immer.

20-nordHier sieht man den Bahnsteig.

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9 Antworten “Die Elbmarschbahn”

  1. Ernst Dirk Meyer sagt:

    Bahnübergang Bürgerweide:
    Schulweg für Viele
    Im Schuljahr 1971/72 wurd hier eine Schüleren von einem Zug erfasst. Ich sah die Leiche vom Klassenzimmer im Obergeschoss des 1. Traktes der Realschule.
    Vorbeifahrende Güterzüge unterbrachen den Untericht.Schüler zählten die Kaliwaggons.

  2. Ernst Dirk Meyer sagt:

    An der Ölumschlaganlage wurde bis zur Wiedervereinigung Flugkraftstoff für den Flughafen Hannover aus Schiffen in einen Lagertank und von dort in die Tankwagen gepumpt. Danach lief diese Versorgung über eine zuvor von der Nato genutzte Pipeline. In einem Weiteren Tank wurde Heizöl gelagert.

  3. Ernst Dirk Meyer sagt:

    Die Kaliumschlaganlage in Nettelberg ersetzte ab 1970 die Umschlaganlage in Fahrenholz. Kali wurde von der Bahn in Schiffe Umgeschlagen. ab 1972 wurde er in der Halle zwischengelagert und von dort auch auf LKW verladen. Der Deichverteidiungsweg muste wegen der Halle verschwenkt werden. In der Bauphase führte mein Schulweg durch die entstehende Halle.

  4. Ernst Dirk Meyer sagt:

    In Mover gab es noch um 1970 einen Lockschuppen, zu dem das jetzt abgetrennte Gleis führte . daneben war ein Chemikalienlager. Der Schuppen gehörte zur landwirtschaftlichen Bezugsgenossenschaft. Mann konnte sich dorthin per Bahn z.B.Mineraldünger Kohle aber auch Stückgüter liefern lassen. Im Bahnhof gab es noch eine Gaststätte mit einer Kegelbahn, die jetzt im Kiekeberg steht. Daneben war die Fahrzeugwaage. Außerdem war dort die Sparkasse untergebracht. Der Wirt betrieb die Sparkasse und gab die Waren aus. Den Fahrkartenverkauf habe ich nicht mehr erlebt.

  5. Ernst Dirk Meyer sagt:

    In Fahrenholz wurde in den fünfziger & 50iger Jahren u.a. Kali und Schweröl umgeschlagen. Außerdem gab es einen Kran, dessen Fundament noch im Vorland existiert. Dort gab es auch 2 Gleise Die Spundwand ist auch noch da. Das Bild zeigt das Betriebsgebäude. Hinter dem Fenster war der Pausenraum, an dem sich ein Umkleideraum mit Spinden Anschloss. Im Hintern Teil des Gebäudes waren 2 Büros. Im hinteren arbeitete Herr Strohwaldt (Bild auf der Ausstellung 2012 im Marstall)

  6. Ernst Dirk Meyer sagt:

    Der Mast in Mover ist kein Telegrafenmast sondern trug die Zuleitung für die Bahnhofsbeleuchtung
    Es gab aber noch in den 60iger Jahren an der Bahnstecke eine Telefonleitung, die mit vielen Drähten bestand, die von 2 Querstangen auf Masten gehalten wurden. An jeder Station gab es ein Bahntelefon. In Fahrenholz war es in Herrn Strohwaldts Büro (Bild in Ausstellung im Marstall- Herr Strohwaldt benutzt es gerade – Das Posttelefon daneben hätte Gebühren verursacht.) In Nettelberg war es in einer Wellblech-Telefonzelle am Betriebsgebäude der Ölumschlaganlage
    Damals verlief das Gleis auf einem Sandbett. Daneben war der Streckenläuferpfad, der von Fahrenholz aus auch gern von Radfahrern als Abkürzung nach Mover genutzt wurde.

  7. Ernst Dirk Meyer sagt:

    In Winsen Nord stieg man aus, wenn man in der Stadt einkaufen wollte oder zum Jahrmarkt auf der Bleiche.

    Dass der Triebwagen am Abend auch mal 30 min wartete bis der Film im Kino zu ende war, weiß ich nur aus Erzählungen

  8. Holzklotz sagt:

    Hallo,

    vielen Dank, dass Sie Ihre Erinnerungen hier derart plastisch niedergeschrieben haben.

    Die Ausstellung und die damit verbundene Fahrt mit dem „Ameisenbären“ haben mir übrigens sehr gut gefallen.

  9. Peter sagt:

    Ein großes Dankeschön für die tollen Fotos.
    Ein paar Erinnerungen von damals sind mir spontan eingefallen:
    Von der Strecke Winsen Süd nach Niedermarschacht habe ich meine ersten Kindheitserinnerungen an die große Eisenbahn. Wir wohnten in einer Werkswohung der Möbeltischlerei Schlumbohm in der Eckermannstraße 36. Als etwa dreijähriger Spöks habe ich mit meinem Freund kleine Steinchen auf die Gleise gelegt. Der kleine Triebwagen (natürlich der Ameisenbär), der die Strecke täglich mehrmals befuhr, fuhr über die Steinchen und es knallte immer so schön. Es ging so lange gut, bis mein Vater das Ganze mitbekam und dann gab es Haue und Stubenarrest.
    Waren das noch Zeiten…. eben 50er Jahre. Später als Schüler, von der Schule kommend, sind wir natürlich auf den Gleisen Richtung Krohnsbruch gelaufen, denn in der Stettiner Straße hatten meine Eltern mittlerweile ein Einfamilienhaus gebaut.
    Einmal waren mein Schulfreund und ich so in ein Gespräch vertieft, dass wir die aus Richtung Winsen Nord kommende kleine Dampflok nicht mitbekamen.
    Ein langer Pfiff und wir waren aus dem Gleisbett.
    Der Lokführer schimpfte aus der langsam vorbeifahrenden Lok laut und deutlich vernehmlich. Anschließend haben wir das nicht mehr gemacht, man lernt ja dazu…
    Waren das noch beschauliche Zeiten…

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