Lüneburg. Kasernengleis f. zivile Nutzung? / Containerumschlag im Hafen - Lünebahn

Lüneburger Kasernengleisanschluss für zivile Nutzung? / Containerumschlag im Lüneburger Hafen

In einem heute veröffentlichten Interview der Landeszeitung mit Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge äußert er sich zur Truppenreduzierung der Theodor-Körner-Kaserne und der Nutzung der frei werdenden Flächen und Gebäuden:

Mädge: „Ich schätze, dass 40 bis 50 Prozent der Kasernenflächen frei werden, dort mit Arealen der Stadt und des Landes eine Gewerbefläche von 60 Hektar entstehen kann – mit Gleisanschluss. Dort können wir unabhängig von der Trasse für die Autobahn planen, und wir haben eine Erschließung. Wir brauchen hier die schnelle Freigabe durch den Bund und wollen 2012 mit der Bauleitplanung starten.“

Die Theodor-Körner-Kaserne verfügt bereits über einen Gleisanschluss, von dem auch die Hafenbahn abzweigt. Im Meisterweg mündet der Anschluss in die Bahnstrecke Lüneburg-Bleckede. Bleibt zu hoffen, dass die geplante Nutzung des Militärgleisanschlusses auch tatsächlich umgesetzt wird.

 

Das Hafengleis zweigt nach links vom Anschluss der Theodor-Körner-Kaserne ab,

 

 

 

 

 

 

Außerdem soll der Lüneburger Hafen nach aktuellen Plänen dem Containerumschlag dienen, um den Hamburger Hafen zu entlasten.

Mädge: „Lüneburg hat mit dem Kanal, dem Gleis und der Autobahn drei vorzeigbare Verkehrswege ins Hinterland. Diesen Vorteil müssen wir nutzen. Ohne Frage ist das Unterfangen mit Risiko behaftet. Wir planen, erst den Kai so auszubauen, dass der für das Container-Umladen geeignet ist. (…) Die Container müssten im Grunde vom Schiff über die Autobahn per LKW nach Lüneburg kommen und von hier dann per Bahn und Schiff weiter ins Land befördert werden. Dafür müssen wir die Infrastruktur schaffen. Im Gewerbegebiet Lüneburg Süd (Anm.: Gebirgsbahn, Bahnhof Melbeck-Embsen) möchte zum Beispiel ein Unternehmen Windräder recyceln, dafür muss der Gleisanschluss ausgebaut werden.“

Ob eine Konkurrenz zum geplanten Containerterminal in Soltau entstehen oder ob es sogar Synergiepotenzial geben könnte, geht aus dem Gespräch nicht hervor.

 

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