Neubau der "Buchholzer Bahn" eine Ente. - Lünebahn

Neubau der „Buchholzer Bahn“ eine Ente.

Auf der Ochtmisser Ortsratssitzung am 16.02.2012 wurde, wie angekündigt, die Reaktivierung der „Buchholzer Bahn“ thematisiert. Dabei wurde festgestellt, dass der Bahn-Vorstandsvorsitzende Rüdiger Grube als Alternativen zur Y-Trasse auch stillgelegte Strecken überprüfen lassen möchte – die Nennung der bereits entwidmeten und abgebauten Bahnstrecke Lüneburg-Buchholz sei jedoch nicht durch ihn, sondern durch „journalistische Aufbereitung“ des Materials durch den NDR erfolgt.

 

Eine Nachfrage des Ochtmisser Ortsbürgermeisters Jens-Peter Schultz (SPD) bei der Stadt Lüneburg ergab, dass der Stadt hinsichtlich der Reaktivierung besagter Trasse keine Überlegungen der DB bekannt seien.

 

Ortsratsmitglied Uwe Plikat hatte über diesen „vorgezogenen Aprilscherz“ (O-Ton Ortsbürgermeister Schultz) weitere Informationen beim Eisenbahnbundesamt eingeholt:

 

Da die Bahnstrecke Lüneburg-Buchholz nicht nur stillgelegt, sondern auch entwidmet ist, würde eine Wiedererrichtung als Neubaustrecke gelten – unabhängig davon, ob die alte Trasse wiederverwendet wird. Dieser Neubau erfordert auch ein Planfeststellungsverfahren, was jedoch bisher nicht eingeleitet wurde. Kein Wunder, denn es weiß dort niemand etwas von einem

Bahnstreckenneubau auf der Buchholzer Trasse. Außerdem sei diese Strecke nicht notwendig, da sich der eigentliche Engpass nach Bau des Dritten Gleises zwischen Lüneburg und Uelzen befände – mit einer Bahnstrecke, die in Lüneburg endet, sei also nichts gewonnen.

 

Mit der Erkenntnis, dass ein Wiederaufbau der Buchholzer Bahn extrem unwahrscheinlich und man wohl einer Ente aufgesessen ist wurde dieser Punkt der Tagesordnung abgehakt.

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