Zukunft der Wendlandbahn - Antworten der LNVG - Lünebahn

Zukunft der Wendlandbahn – Antworten der LNVG

Wie berichtet, werden die Leistungen auf der Bahnstrecke Lüneburg – Dannenberg Ost für den Zeitraum 2014 bis 2029 ausgeschrieben. In diesem Zusammenhang fragte ich bei der LNVG nach, unter welchen Rahmenbedingungen der Betrieb zukünftig stattfinden wird.

Dabei ist eine zentrale Frage, wie die Attraktivität der Strecke bezüglich der Fahrzeit und der Taktung gesteigert werden kann. Konkret erkundigte ich mich nach einer Erhöhung der Geschwindigkeit zur Senkung der Fahrzeiten (derzeit 1:08 Std) und dem möglichen Einsatz eines zweiten Triebwagens mit der Schaffung einer Kreuzungsmöglichkeit. Ein weiterer Punkt ist die Auflassung von gering frequentierten Haltepunkten, z. B: Neetzendorf und Leitstade.

LNVG: Gegenwärtig laufen zusammen mit der DB Netz AG Untersuchungen, welche Maßnahmen erforderlich
sind, um die Streckenhöchstgeschwindigkeit auf 80 km/h anheben zu können. Ziel ist es, die Fahr-
zeit zwischen Lüneburg West und Dannenberg Ost auf maximal 54 Minuten zu verkürzen, um mit ei-
nem Triebwagen einen Zwei-Stunden-Takt anbieten zu können.

Als eine Maßnahme wird dabei auch die Umwandlung von mindestens drei Haltepunkten (Vastorf,
Neetzendorf, Leitstade) in Bedarfshaltestellen geprüft. Nur wenn mit den genannten Maßnahmen die
Fahrzeit nicht ausreichend verkürzt werden kann, müssen auch Halte aufgelassen werden.

 

 

Neetzendorf: Ein gering frequentierter Haltepunkt

 

 

 

 

 

Der Alstom LINT ist ein modernes Fahrzeug, welches einen barrierefreien Einstieg ermöglicht, sofern die Rahmenbedingungen gegeben sind. An der Strecke Lüneburg – Dannenberg Ost ist das nicht der Fall, da die Bahnsteige zu niedrig sind und somit eine Stufe zu überwinden ist, um in die Triebwagen zu gelangen.

LNVG: Für einen barrierefreien Einstieg in die Fahrzeuge ist ein Ausbau der Stationen nötig. Konkrete Maß-
nahmen für die Erhöhung der Bahnsteigkanten sind zurzeit jedoch nicht geplant.

Momentan existiert lediglich in Lüneburg West ein Fahrkartenautomat. In Hitzacker und Dannenberg können am Schalter Billets erworben werden. Die Fahrkartenschalter sind jedoch nicht immer während der Verkehrszeiten geöffnet. An allen anderen Stationen besteht keine Möglichkeit des Fahrkartenerwerbs. Werden zukünftig an sämtlichen Haltepunkten Automaten stehen oder wird man die Karten im Zug lösen?

LNVG: Im Rahmen der Ausschreibung werden von der LNVG Vorgaben zum Vertriebskonzept gemacht. Vor-
gesehen ist, einen Fahrkartenautomat an jeder Station aufzustellen. Die Umsetzung erfolgt durch
das EVU, das die Ausschreibung gewinnen wird.

 

 

 

Hitzacker:

Eine der wenigen Möglichkeiten des Fahrkartenerwerbs

auf der Wendlandbahn.

 

 

 

 

 

Der HVV-Bereich endet in Göhrde. Ist die Erweiterung des HVV bis Dannenberg geplant?

LNVG: Eine Erweiterung des HVV-Tarifs ist gegenwärtig nicht geplant.

Vielen Dank für die ausführlichen Antworten!

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  1. […] ursprünglicher Planungen wird der HVV-Bereich mit dem Start des Winterfahrplans 2014 auf die Wendlandbahn […]

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